Eine Umfrage der PageGroup zeigt: 35 Prozent der neuen Mitarbeitenden denken bereits am ersten Arbeitstag über eine Kündigung nach. Ein möglicher Grund dafür ist mangelnde psychologische Sicherheit – das Gefühl, sich ohne Angst äußern zu dürfen.
Warum psychologische Sicherheit oft unsichtbar bleibt
In vielen Organisationen herrscht ein Grundrauschen aus Unsicherheit. Mitarbeitende halten sich in Meetings zurück, sprechen Spannungen nur informell an oder ziehen sich ganz aus der aktiven Gestaltung zurück. Führungskräfte deuten dieses Verhalten häufig als Zustimmung.
Hebel 1: Führung – Haltung statt Kontrolle
- Verletzlichkeit zeigen: Wer zu Fehlern steht, macht es anderen leichter, offen zu sprechen.
- Klar, aber menschlich kommunizieren: Entscheidungen transparent machen, auch bei Unsicherheiten.
- Feedback einladen, nicht nur geben: „Was brauchst du gerade von mir?“ statt „Ich habe Feedback für dich.“
Hebel 2: Struktur – Sicherheit braucht System
- Klare Rollen und Erwartungen statt impliziter Verantwortlichkeiten
- Regelmäßige, verbindliche Check-ins – auch außerhalb von Krisen
- Ein Onboarding, das Orientierung gibt und echte Integration ermöglicht
Hebel 3: Kultur – Räume für echten Dialog
Eine sichere Kultur zeigt sich nicht daran, dass Menschen dürfen, sondern daran, dass sie es auch tun: Konflikte ansprechen, Ideen einbringen, kritische Fragen stellen.
Aussagen wie „Wir haben doch eine offene Atmosphäre“ sind weit verbreitet, obwohl die entscheidenden Themen unausgesprochen bleiben.
Fazit: Psychologische Sicherheit als strategischer Hebel
Psychologische Sicherheit lässt sich nicht messen wie eine Kennzahl, aber sie lässt sich bewusst gestalten.
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