Was steckt hinter Reverse Mentoring?
Das Konzept ist schnell erklärt: Junge Mitarbeitende werden gezielt mit Senior-Leadern zusammengebracht, um ihre Sichtweisen weiterzugeben. In vielen Fällen geht es um digitale Kompetenzen oder Social Media, aber auch um die Frage, wie sich die Arbeitswelt verändert und welche Erwartungen jüngere Generationen an Führung haben.
Beispiele aus der Praxis
Immer mehr Unternehmen setzen auf diesen Ansatz. British Airways startete 2023 mit einem kleinen Pilotprogramm, in dem elf Führungskräfte von jungen Kolleg:innen gecoacht wurden. Das Modell überzeugte so sehr, dass inzwischen mehr als 80 Führungskräfte daran teilnehmen.
Auch PwC hat das Potenzial erkannt. In China läuft ein sechsmonatiges Programm, das den Austausch zwischen Generationen systematisch fördert.
Welche Vorteile hat Reverse Mentoring?
Führungskräfte bekommen ehrliches Feedback aus erster Hand. Für die jungen Mentor:innen ist es eine einmalige Chance: Sichtbarkeit, konstruktives Feedback vermitteln, Selbstbewusstsein im Umgang mit Führungskräften.
Erfolgsfaktoren für gelungene Programme
Besonders wichtig ist psychologische Sicherheit: Führungskräfte müssen bereit sein, sich auch mal verletzlich zu zeigen und ehrlich zuzuhören. Ebenso entscheidend ist eine klare Struktur – erfolgreiche Programme starten meist klein und weiten sich schrittweise aus.
Fazit: Ein Hebel für kulturellen Wandel
Reverse Mentoring verändert die Art, wie Unternehmen Zusammenarbeit verstehen – weg von starren Hierarchien, hin zu echter Dialogkultur.
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